Christian Herzog

Israel in Egypt

Im März 2023 wird es endlich so weit sein, dass wir als Gastchor bei zwei Konzerten des Kammerchors Norbert Artner unter der Leitung von Herwig Wiener-Püschel Händels Oratorium Israel in Egypt singen dürfen. Die Aufführung des Werks, das mitunter sehr tonmalerisch von den sieben biblischen Plagen erzählt, die über Ägypten einbrechen, ist bisher – was fast ironisch anmutet – einer aktuellen Plage zum Opfer gefallen. Sie musste aufgrund der Corona-Pandemie bereits mehrfach verschoben werden. Diesmal haben wir aber Grund zur Zuversicht.

Werk

Georg Friedrich Händel
Israel in Egypt, HW 54

Besetzung

Kammerchor Nobert Artner
Kärntner Madrigalchor Klagenfurt
Sinfonietta Carinthia
Herwig Wiener Püschel – Gesamtleitung

Ein deutsches Requiem

Selig sind, die da Leid tragen,
denn sie sollen getröstet werden.

Mätthaus 5:4

Bereits mit den ersten Worten des Chors wird deutlich, worin sich Johannes Brahms‘ Deutsches Requiem von anderen Meisterwerken des Genres wie den Totenmessen von Mozart oder Verdi unterscheidet. Hier steht nicht die Bitte für die Toten im Vordergrund. Das Werk wendet sich viel mehr an uns Lebende, die vielleicht selbst den Verlust eines lieben Menschen durchlebt haben oder an die eigene Sterblichkeit erinnert worden sind. Ganz unabhängig davon, wie wir selbst zu seiner religiösen Botschaft stehen, rührt dieses großartige geistliche Chorwerk an zwei menschliche Grunderfahrungen: Verlust und Trost.

Brahms, der das Werk mit Mitte dreißig schrieb, zeigt hier nicht nur seine beeindruckende Meisterschaft im Umgang mit Melodien und Motiven, Kontrapunkt oder Orchestrierung, es gelingt ihm auch, der Geste des Tröstens musikalisch Ausdruck zu verleihen. Der sanfte und doch erhebende Aufbau am Beginn, noch bevor ein Wort gesungen wurde, oder der vertraut anmutende Wechselgesang zwischen Sopransolistin und Chor („Ich will Euch trösten, wie Euch eine Mutter tröstet“) sind Momente, wo diese Musik einer tröstenden Berührung nahe kommt.

Das Werk erklingt bei diesem Konzert in einer Fassung mit kleiner besetztem Orchester, die von Joachim Linckelmann stammt (publiziert im Carus-Verlag). Schon Brahms selbst sah Bearbeitungen als eine angemessene Möglichkeit an, sein Werk aufzuführen. So wurden nicht nur Teile des Werks vor der kompletten Uraufführung bereits mit Chor und Klavier aufgeführt, sondern Brahms erstellte auch selbst für die britische Uraufführung eine eigene Bearbeitung für Solisten, Chor und zwei Klaviere.

Werk

Johannes Brahms
Ein deutsches Requiem nach Worten der heiligen Schrift, op. 45
in der Bearbeitung für Soli, Chor und Kammerorchester von Joachim Linckelmann

Besetzung

Marie-Antoinette Stabentheiner – Sopran
Matthias Helm – Bariton
Kärntner Madrigalchor Klagenfurt
Sinfonietta Carinthia, Konzertmeister: Christian Tachezi
Melissa Dermastia – musikalische Leitung

Platzauswahl

Eintrittskarten sind in drei Preiskategorien mit fest zugewiesenen Sitzplätzen erhältlich. Bei Plätzen der Kategorie III sind die Sicht auf die Ausführenden oder das Hörerlebnis evtl. eingeschränkt. Wenn Sie bestimmte Plätze bevorzugen, können Sie uns das bei der Bestellung per Mail oder am Telefon mitteilen. Wir versuchen dann je nach Verfügbarkeit die besten Karten für Sie zu finden.

Termine

Freitag, 4. November 2022, 19h
Sonntag, 6. November 2022, 15h
Domkirche Klagenfurt

Anklänge

Lieder und Klaviermusik der Romantik

Das Programm Anklänge verband Chorlieder von Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann u. a. mit Musik von Ludwig van Beethoven – Originalkompositionen und Chorbearbeitungen. Zwischen den Chorstücken waren Texte von Joseph von Eichendorff, Gottfried Keller, Heinrich Heine und Clemens von Brentano zu hören. Marlene Ullreich begleitete am Flügel und ließ mit Klaviermusik von Robert Schumann, Sergei Rachmaninow und Edvard Grieg musikalische Momente ohne Worte, aber von großer Intensität entstehen.

Wir danken dem Publikum in Ossiach und Klagenfurt für den zahlreichen Besuch und die Begeisterung, mit der Sie unserer kleinen Wanderung durch die Musik und Literatur des frühen 19. Jahrhunderts gefolgt sind.

Ach! es spricht des Frühlings Schöne
Und die Vögel alle singen:
Sind die Farben denn nicht Töne,
Und die Töne bunte Schwingen?

Joseph von Eichendorff aus Anklänge (1837)

Mitwirkende

Kärntner Madrigalchor Klagenfurt
Melissa Dermastia

Marlene Ullreich, Klavier
Christian Herzog, Sprecher