Madrigalchor Klagenfurt

Vivifice Spiritus Vitae Vis

VIVIFICE SPIRITUS VITAE VIS – GUIDO MORINI (*1959) 8. und 9. Mai 2009 Dom zu Maria Saal

Konzerte im Rahmen von kultur.raum.kirche

AUSFÜHRENDE

Solisten Elisabetta de Mircovich – Sopran Claudia Caffagni – Sopran Marco Beasley – Tenor Chöre Juventus Musica Leitung – Karin Krassnitzer Kärntner Madrigalchor Klagenfurt Leitung – Klaus Kuchling Instrumentalisten Guido Morini  – Orgel Johanna Seitz – Harfe Elisabeth Seitz – Psalterium Katrin Lazar – Fagott Christine Sticher – Kontrabass Moderation des Kinder- und Jugendkonzertes Christian Flörrè Dirigent Klaus Kuchling

PROGRAMM

Guido Morini (*1959) Vivifice Spiritus Vitae Vis Geschrieben von Guido Morini – gewidmet dem Heiligen Geist. An der Orgel der Komponist – am Dirigentenpult Klaus Kuchling. Geistliche Musik von berührender Intensität. Die Vorgeschichte. Ein lang gehegter Wunsch des Komponisten Guido Morini stand zu Beginn dieses Projektes – nämlich, in Maria Saal alle Teile seiner Trilogie Servabo zur Aufführung zu bringen. Sein kongenialer Partner Marco Beasley – gemeinsam begründeten sie 1984 das Ensemble Accordone – sowie die beiden italienischen Sopranistinnen Claudia Caffagni und Betta de Mircovich konnten ebenso rasch für diese Idee gewonnen werden, wie die Musikpädagogin Karin Krassnitzer mit ihrem Chor Juventus Musica und der Domorganist und Universitätsdozent Klaus Kuchling mit seinem Madrigalchor Klagenfurt. In seinen bewährten Händen liegt auch die musikalische Gesamtleitung. Unterstützt werden sie dabei von Johanna Seitz an der Harfe, Elisabeth Seitz am Psalterium, Katrin Lazar am Fagott und Christine Sticher am Kontrabass. Die Realisierung eine Projektes dieser Größenordnung wäre – wie sich jeder leicht vorstellen kann – ohne den unermüdlichen Einsatz von Karin Krassnitzer, Klaus Kuchling und deren Sängerinnen und Sängern nicht möglich. Es bedarf intensiver Probenarbeit, um aus nahezu 100 Stimmen einen Klangkörper zu formen, der sich erst in den Tagen vor den Konzerten mit Solisten und Instrumentalisten vereinen wird. Sollte es gelingen, auch in Zukunft ausreichend Unterstützung für die Aktivitäten von Kultur.Raum.Kirche zu erhalten, so beabsichtigen wir – gemeinsam mit allen schon jetzt Beteiligten – die Aufführung der beiden verbleibenden Werke von Servabo in den Jahren 2011 und 2013. Stefan Schweiger, Obmann von kultur.raum.kirche
Vivifice Spiritus Vitae Vis Juli 2009 SCHÜLERZEITUNG DES BRG VIKTRING Schülerstimmen: Ich habe oft darüber nachgedacht, wie man einem/er Aussenstehenden erklärt, was wir in den letzten Tagen, Wochen, Monaten erleben durften. Angefangen hat alles mit den ersten Proben in der Schule. Wir – die 7A/D – hatten uns schon mit Frau Prof. Karin Krassnitzer auf das Stück vorbereitet. Es gab die erste Zusammenführung mit dem Madrigalchor unter der Leitung von Klaus Kuchling. Das Konzert war noch längst nicht in Sicht und die Zeit bis dahin schien uns ewig lang. Ein Probenwochenende nach dem anderen folgte und auf einmal war die letzte Woche vor der Aufführung angebrochen. Montag, Mittwoch, Donnerstag Probe, jeweils bis 22:00, Freitag, Samstag Aufführungen, Sonntag Gottesdienst – so sah unser Plan aus. Wir durften mit Accordone, das heißt mit Guido Morini, dem Komponisten des Werkes, und seinem berühmten Ensemble musizieren. Bei der ersten gemeinsamen Probe ging beinahe alles schief. Wir sangen als hätten wir die Noten das erste Mal in den Händen. Nichts klappte so wie wir oder Klaus Kuchling und Karin Krassnitzer es wollten und das ein paar Tage vor der Aufführung. Doch je länger wir probten, je mehr wir uns an die Akustik im Maria Saaler Dom und an die Instrumente gewöhnten, desto besser funktionierte alles. Wir waren nur mehr mit der Musik beschäftigt, konnten nicht mehr ausschlafen, waren immer ein wenig nervös und in der Schule funktionierte so und so nichts mehr. Niemand konnte sich konzentrieren. Die Proben waren lang und anstrengend, aber die einzige Zeit in der wir das leben konnten, an das wir den ganzen Tag dachten. Klaus Kuchling motivierte uns sehr und Karin Krassnitzer unterstützte ihn tatkräftig dabei. Ein Duo, das man sich besser nicht vorstellen kann. Und endlich war es so weit, der Tag der Aufführung, die Stunde der Wahrheit und der Höhepunkt unseres ganzen Strebens standen bevor. Nun würde sich zeigen, ob unsere Arbeit aufgehen würde. Alles fing sehr ruhig an – die Solisten/innen, leise die Instrumente. Stille in der Kirche. Die Schöpfung konnte beginnen. Der Chor kam dazu, alles steigerte sich, wurde lauter, kräftiger, mächtig. Klaus Kuchling wusste uns zu führen, brachte uns zur Höchstleistung. Es wurden Energien und Emotionen frei, die wir bei den Proben nie zu spüren bekommen hatten. Sie waren ein Band zwischen uns allen, den Instrumentalisten/innen, den Solisten/innen, dem Dirigenten, dem Publikum. Jede/r Einzelne ein winziger Teil von etwas ganz Grossem. Vivifice Spiritus Vitae Vis. Sophie Blohberger Vivifice Spiritus Vitae Vis, ein tolles Erlebnis das viel zu schnell zu Ende ging. Heuer durften wir, Juventus Musica, zusammen mit dem Madrigalchor ein Teil eines grossen Projekts sein. Viele Proben gemeinsam mit dem Madrigalchor haben wir voller Ehrgeiz hinter uns gebracht. Proben in die wir viel Energie hinein steckten und unser ganzes Können unter Beweis stellten. Die harte Arbeit lohnte sich. Bei den zwei Konzerten in Maria Saal, blieb kein Platz frei und beide Konzerte wurden mit Standig-Ovations belohnt. Dieses Gefühl, endlich auf der Bühne stehen zu können und endlich vor Publikum singen zu dürfen, war unbeschreiblich und für Aussenstehende unerklärbar. Vivifice Spiritus Vitae Vis… Ich bin froh dabei gewesen zu sein! Marlene Hauptmann Am Anfang war das Wort: »Wir singen Vivifice!«  »Wos is des?!«  »Wir dürfen zusammen mit dem Madrigalchor und Accordone, Guido Morini`s Werk aufführen!«  »Kreg ma da was gezahlt?«  »Ihr müssts das anders sehen, das ist eine Ehre.« Aus anfänglicher Skepsis wurde mit der Zeit jedoch Enthusiasmus, der mit jeder weiteren Probe und durch immer grössŸere Fortschritte verstärkt wurde. Die Probenwochenenden waren trotz der Anstrengungen die mit ihnen verbunden waren ein riesen Spass. Applaus und Standing ovations waren die Belohnung für all die Zeit und Energie die wir in das Werk investiert haben. Dominik Scherzer & Mathias Löffler Unser Projekt »Vivifice Spiritus Vitae Vis«  mit dem Madrigalchor, war sehr anstrengend (Proben unter der Woche bis 22 Uhr), aber es war sehr schön. Wir haben sehr viele Erfahrungen gesammelt, wie zum Beispiel, dass es kein Problem gewesen wäre, in der Schule zu schlafen… Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde, es war leise, dann lauter, nahezu mächtig. Man glaubt kaum welche Emotionen in einem hochkommen können. Katja Kanzian Vivifice Spiritus Vitae Vis – ein unvergessliches Erlebnis. Trotz vieler anstrengender Proben und schmerzender Füsse, kann ich mit Stolz sagen: Ich war dabei! Es war eine Freude zu sehen, wie der Chor unter der Leitung von Karin Krassnitzer und Klaus Kuchling Form annahm und das Endresultat selbst den Komponisten überzeugte. Volle Bestätigung erhielten wir dann auch noch vom Publikum, dass sich mitreissen liess und mit geschlossenen Augen lauschte. Musik, die verzaubert. Musik, die verbindet. Das habe ich am eigenen Körper miterleben dürfen. Danke! Chantal Schaschl Elternstimmen: Das Konzert »Vivifice« war eine wunderbare Aufführung geistlicher Musik durch den Madrigalchor und durch Schüler der 7. Klassen des BRG Viktring. Für mich wurde durch die Anwesenheit des italienischen Komponisten und durch sein Mitwirken am Konzert die Atmosphäre der Aufführung noch in besonderer Weise geprägt. Ich genoss die abwechselnd meditativen und tragenden, sich ins Mächtige und Impulsive steigernden Chorgesänge, die immer wieder von Solopartien unterbrochen wurden, sehr. Die Akustik des Doms brachte die Stimmen zum Tragen und die Kulisse des Altars verstärkte noch die verklärende Wirkung von Musik. Mag. Karin Peterl Eine grossartige Aufführung: beseelte Jugendliche, die sich schon im Vorfeld so sehr darüber freuten, Teil dieses bewegenden und berührenden Konzerts zu sein. Tiefer Dank auch der wunderbar, durch Aufregung, Freude, Ernst, Wahrhaftigkeit führenden Chorleiterin Karin Krassnitzer. Danke, danke, danke! Andrea Hauptmann
Vivifice Spiritus Vitae Vis 10. Mai 2009 KLEINE ZEITUNG Auf Tuchfühlung mit dem Heiligen Geist Kultur.Raum.Kirche reüssiert im zweiten Jahr. Maria Saal. Ganz zart malten Harfe und Psalterium im Altarraum Klänge in den Kirchenraum, ganz rein und vibratofrei hoben dann von der Kanzel her zwei Soprane zum Singen an, denen bald ein Tenor antwortete. Dann eine kurze Stille, bevor die Orgel mit einem einzigen tiefen, langen Ton einsetzte, während eine einsame Glocke beim Eingangstor der Kirche schlug. Jetzt begann der Chor mit Flüsterlauten, die sich bis zu einem grossen Fortissimo steigerten: So der faszinierende Anfang des ersten Teils eines dreiteiligen, geistlichen Werkes namens »Servabo« von Guido Morini, dessen lang gehegter Wunsch wahr wurde, dieses im Dom zu Maria Saal aufzuführen. »Vivifice Spiritus Vitae Vis« (»Geist, der die Seelen zum Leben erweckt«) heisst dieser Part, mit lateinischen Zitaten aus der Heiligen Schrift, die vom unterschiedlichen Wirken und der prophetischen Kraft des Heiligen Geits handeln. Der Komponist, gemeinsam mit Marco Beasley, dessen klarer Tenor auch zu hören war, Begründer des Erfolgsensembles Accordone, den Besuchern des Festivals »Trigonale« wohl bekannt, liess in seine Tonschöpfung viel Gregorianik aber auch viel Eigenes einfliessen. Man hörte ein völlig tonales, an bekannte Kirchenmusik erinnerndes Werk, manchmal recht gefällig und mit Ostinato Begleitung fast an Pop-Musik erinnernd, das aber eine dichte transzendentale, meditative Stimmung erzeugte. Unter der Leitung des dynamischen, viel Spannung einfordernden Klaus Kuchling sangen neben den beiden Sopranistinnen (Claudia Caffagni und Betta de Mircovich) der Madrigalchor Klagenfurt und der Juventus Musica des BRG Viktring (Einstudierung: Karin Krassnitzer), die sehr homogen zu einem Ganzen zusammengewachsen sind, mit grosser Tonreinheit und Genauigkeit. Neben Morini an der Orgel musizierten noch vier exzellente Instrumentalisten: Johanna Seitz (Harfe), Elisabeth Seitz (Harfe), Katrin Lazar (Fagott) und Christine Sticher (Kontrabass). Stehende Ovationen des Publikums. Helmut Christian
Vivificae Spiritus Vitae Vis 10. Mai 2009 KRONEN ZEITUNG »Kultur.Raum.Kirche« in Maria Saal: Stehende Ovationen für Morinis sakrales Werk Wie eine Feder auf dem Atem Gottes Drei Engelsstimmen von der Kanzel heben den Heiligen Geist hoch hinauf in den barocken Glanz des Kirchensaals, wo er zu Klang und Licht geronnen, wie eine Feder auf dem Atem Gottes tanzt: Um von 100 Stimmen zum Sturm entfacht, von der Erschaffung der Welt, dem Wirken Gottes und alter (unglaublich junger) Musik zu erzählen, die Guido Morinis »Vivifice Spiritus Vitae Vis« ein bejubeltes Loblied sang. Kein Platz blieb leer am Freitag Abend im prächtigen Maria Saaler Dom, wo der »Kultur.Raum.Kirche« bereits am Nachmittag zum sonnengefluteten Raum des Begegnens wurde, der Kindern die (gespitzten) Ohren für zeitgenössische sakrale Musik öffnete. Und dazu eignet sich die Komposition des »Accordone«-Musikers einfach wunderbar, der nicht einmal die schulmeisterliche »Instrumentenkunde« von Moderator Christian Flörrè etwas anhaben konnte. Wie auch! Auf der Bühne stand bereits ein Grossteil des mächtigen Klangkörpers, der gute zwei Stunden später zum raumfüllenden »Instrument« anwachsen sollte: zwei Chöre, drei Solisten, vier Instrumentalisten, der Komponist an der Orgel und ein charismatischer Dirigent, ganz erfüllt von Morinis »Geist, der die Seele belebt«. Dementsprechend ausholend und tänzerisch präzise war dann auch die Geste, mit der Klaus Kuchling seinen Madrigalchor und Karin Krassnitzers (Viktringer) »Juventus Musica«-Stimmen durch das dreiteilige Werk dirigierte. Das kontrastierte mattglänzende Räume komplentativer Religiosität mit der prophetischen Kraft des Heiligen Geistes, der im einfachen, klaren Gefüge der Komposition, aus der gregorianische Choräle, Klassik und Jazz blitzten, »filmmusikalische Ohrwurmqualitäten« offenbarte. Eine Stunde tiefer, berührender Schönheit, von Sopranistinnen Claudia Caffagni, Betta de Mircovich und »Accordone«-Tenor Marco Beasley glockenhell »konturiert«. Irina Lino
Vivifice Spiritus Vitae Vis 7. Mai 2009 KAERNTEN ORF.at   KULTUR Musik für den Heiligen Geist in Maria Saal Der Dom zu Maria Saal verwandelt sich am Freitag und Samstag zum »Kultur.Raum.Kirche«. Präsentiert wird der erste Teil der Trilogie »Servabo« von Guido Morini. Geistliche Musik in ihrer Vielfalt Der Dom zu Maria Saal gilt als idealer Rahmen für geistliche Musik, die zu völlig neuen Ufern aufbricht. Die Aufführung von Guido Morinis Trilogie Servabo ist ein Riesenprojekt. Musikstücke von berührender Intensität, die dem Heiligen Geist gewidmet sind, stehen dabei im Mittelpunkt. Rund 100 Sänger und Musiker werden im Maria Saaler Dom auf der Bühne stehen. Die musikalische Gesamtleitung obliegt Klaus Kuchling: »In diesem Zyklus gibt es unheimlich vitale Stücke, die einen mitreissen – von der Rhytmik, vom Text oder vom Chor her. Es gibt aber auch sehr komplentative Stellen. Insgesamt ist es ein Werk, das mich sehr beeindruckt.« Mit dabei sind der Madrigalchor Klagenfurt, Juventus Musica, die Gesangssolisten Claudia Caffagni, Betta de Mircovich und Marco Beasley. »Ich glaube, dass Musik gehört werden muss. Wenn man zu viel darüber reden muss, stimmt etwas nicht. Die Musik spricht für sich selbst. Ich hoffe, dass das auch für dieses Werk gilt«, unterstrich Komponist Guido Morini. Die beiden weiteren Teile der Trilogie sollen, wenn alles gut geht, 2011 und 2013 aufgeführt werden. Bericht: Michaela Monschein, Kamera: Gerhard Lapan
Vivifice Spiritus Vitae Vis 6. Mai 2009 KÄRNTNER WOCHE Wege zum Heiligen Geist »Wie bereiten Wege zur Geistlichen Musik« – die Mai-Ausgabe von »Kultur.Raum.Kirche« im Dom zu Maria Saal Der Mailänder Komponist Guido Morini studierte Orgel und Cembalo mit Schwerpunkt Alte Musik. Er selbst äusserte den Wunsch, seine dem Heiligen Geist gewidmete Trilogie »Servabo« im Dom zu Maria Saal einmal zur Gänze aufführen zu wollen. Teil 1 – »Vivifice Spiritus Vitae Vis« – steht am Wochenende bei »Kultur.Raum.Kirche« am Programm. Der Komponist persönlich spielt die Orgel, Marco Beasley (gründete 1984 gemeinsam mit Morini das Ensemble »Accordone«) singt die Tenor-Soloparts. Musikalischer Leiter der Aufführungen ist Domorganist Klaus Kuchling; er dirigiert seinen Madrigalchor Klagenfurt, den Chor »Juventus Musica« unter der Leitung von Karin Krassnitzer sowie die Sopranistinnen Claudia Caffagni und Betta de Mircovich. Wie schon bei der Erstausgabe von »Kultur.Raum.Kirche« im Vorjahr erarbeiten die Musiker das Konzert gemeinsam vor Ort in Maria Saal, das Ensemble – ebenfalls Teil der Philosophie des Projekts – vereint Stars der internationalen Alte Musik-Szene und heimische Interpreten. Stefan Schweiger, künstlerischer Leiter von »Kultur.Raum.Kirche« (und Trigonale): »Es bedarf intensiver Probenarbeit, um aus nahezu 100 Stimmen einen Klangkörper zu formen, der sich erst in den Tagen vor den Konzerten mit Solisten und Instrumentalisten vereinen wird. Die Realisierung eines Projektes dieser Grössenordnung ist ohne den unermüdlichen Einsatz von Karin Krassnitzer, Klaus Kuchling und deren Sängerinnen und Sänger nicht möglich.« Den Auftakt zum Wochenende der geistlichen Musik macht ein Kinder- und Jugendkonzert, den Abschluss ein österreichweit im Radio übertragener Festgottesdienst. Ch. Lehner
Vivifice Spiritus Vitae Vis 3. Mai 2009 KLEINE ZEITUNG Mit dem Heiligen Geist zum Heiligen Jakobus Geistliche Musik von berührender Intensität: Ab Freitag lädt kultur.raum.kirche zu Guido Morinis »Vivifice Spiritus Vitae Vis«. Ein Projekt mit Accordone, Madrigalchor und Juventus Musica. Dirigent Klaus Kuchling arbeitet mit Komponist und Organist Guido Morini zusammen »Die Kraft, die die Seele zum Leben erwecken wird«. So lässt sich der Titel von Guido Morinis »Vivifice Spiritus Vitae Vis« in etwa übersetzen. Und was könnte dafür besser geeignet sein, als wunderschöne Musik? Morini, Star-Cembalist, Organist und »Accordone«-Mitbegründer, hat sich dafür auch noch die Hilfe des Heiligen Geistes geholt, dem das Werk gewidmet ist. Es ist der erste Teil einer Trilogie und steht ab Freitag auf dem Programm von »kultur.raum.kirche«. Wunschkonzert. »Es war ein lang gehegter Wunsch des Komponisten, diese beseelte Musik in Maria Saal aufzuführen«, erzählt Stefan Schweiger. Gemeinsam mit der Organistin Gerda Heger hat er im Vorjahr das kleine, aber äusserst feine »Nicht-Festival« im Maria Saaler Dom ins Leben gerufen, das vom Land Kärnten mit 30.000 Euro unterstützt und von seinem Projekt-Charakter geprägt wird: »Hier stehen begabte Amateure mit Profis auf einer Bühne«, so Schweiger, bekanntlich auch Chef der »Trigoale«. Im konkreten Fall: Guido Morini und sein »Accordone«-Partner Marco Beasley, zwei italienische Sopranistinnen und ein kleines Instrumentenensemble musizieren gemeinsam mit Juventus Musica und dem Madrigalchor: »Die Stars sind das Beiwerk, die Kärntner Chöre sind die Hauptträger«, so Schweiger. Die Gesamtleitung liegt ebenfalls in Kärntner Händen: Madrigalchor-Chef Klaus Kuchling steht am Pult. Berührend. Eine Stunde voller »geistlicher Musik von berührender Intensität«, verspricht Gerda Heger: »Da ist keine Note zu viel oder zu wenig.« Ein bisserl gekürzt wird trotzdem – und zwar für das Kinder- und Jugendkonzert am Freitag Nachmittag, das Christian Flörrè moderieren wird. Dessen »Salve regina« wurde im Vorjahr bei »kultur.raum.kirche« uraufgeführt. Das heurige Auftragswerk kommt von Günther Antesberger, »Beata es, Maria« ist – passend zum Monat Mai – ein Marienlied und wird beim Festgottesdienst nächsten Sonntag aus der Taufe gehoben. Wallfahrtsmonat. Und weil der Mai bekanntlich auch der Wallfahrtsmonat und Maria Saal ein Pilgerort ist, haben sich die beiden (ehrenamtlich tätigen) kultur.raum.kirche-Leiter noch etwas einfallen lassen: In  den Wehrturm des Kapitelhauses wird diese Woche das Pilgercafe »Zum heiligen Jakobus« einziehen. Es soll ganzjährig ein »Hort innerhalb der Kirchenmauern sein« (so Schweiger) – rauchfrei, mit »kleinem, aber feinem« gastronomischem Angebot und beschallt mit geistlicher Musik. Marianne Fischer