N. Fheodoroff – Elisabeth von Thüringen

ELISABETH VON THÜRINGEN
IN MEMORIAM NIKOLAUS FHEODOROFF (1931-2011)
16. Juni 2012
Dom zu Klagenfurt

AUSFÜHRENDE

Solisten
Johanna von der Deken – Sopran
Stephen Chaundy – Tenor
Josef Wagner – Bass

Chor
Kärntner Madrigalchor Klagenfurt

Erzähler
Maximilian Achatz

Orchester
Bach Collegium Carinthia
Leitung – Fritz Kircher

Dirigent
Klaus Kuchling

PROGRAMM

Kammeroratorium »Elisabeth von Thüringen«
Herbert Vogg – Text
Nikolaus Fheodoroff (1931-2011) – Musik

Uraufführung anlässlich des 300-Jahr-Jubiläums des Elisabethinenkonvents im Juni 2010.
Livemitschnitt der Uraufführung auf CD. Zum Shop hier klicken.


Versucht man sich den Anlass diese Konzertes bewusst zu machen, dann stellt sich zunächst ein tief empfundenes und von Selbstverständlichkeit getragenes Bedürfnis ein, das in Worte zu fassen schwer fällt. Ein Gedächtniskonzert für Nikolaus Fheodoroff textlich einzuleiten ist aber auch deshalb besonders schwierig, weil Nikolaus Fheodoroff eine besonders »vielschichtige« Person war. Er war uns ein Musiker im besten, weil umfassenden Sinn des Wortes. Und es war wohl in erster Linie  die Musik die Sprache, durch die er so vieles auszudrücken und zu sagen wusste. Er war aber auch ein umfassend Gebildeter, der uns neue Einsichten und nachhaltige Erkenntnis zu vermitteln verstand. Vor allem aber war er auch Freund, der unseren Schwächen mit Toleranz begegnete und für unsere Sorgen ein offenes Ohr hatte, eben Anteil nahm. Wir sind unendlich dankbar dafür, dass wir an Nikolaus Fheodoroffs Fähigkeiten teilhaben und lernen durften. Dieses Gedächtniskonzert soll das sichtbare Zeichen unserer Dankbarkeit und Hochachtung für Nikolaus Fheodoroff sein – mit seinem kompositorischen Schaffen gibt er uns reichlich Gelegenheit, an ihn zu denken und ihm näher zu sein. Wir werden es immer wieder und gerne tun.

Das Oratorium »Elisabeth von Thüringen« haben wir deshalb für dieses Konzert ausgewählt, weil es unserer Meinung nach etwas ganz »Großes«, vielleicht das größte kompositorische Werk Fheodoroffs ist. Als das letzte von ihm geschriebene Werk ist es für uns auch Symbol und Ausdruck einer der letzten und sehr intensiven Begegnungen mit ihm. Wir hoffen, durch dieses Konzert annähernd das ausdrücken zu können, was uns beim Gedenken an Nikolaus Fheodoroff bewegt.

Doris Hattenberger


Elisabeth von Thüringen
12. Juni 2012
KLEINE ZEITUNG

Großer Abschied von einem großen Musiker

Gedenkkonzert für Nikolaus Fheodoroff im Dom

Ende August des Vorjahres verstarb Nikolaus Fheodoroff – Musiker, Komponist, ORF-Redakteur und langjähriger Leiter des Kärntner Madrigalchores – kurz vor seinem 80. Geburtstag. Und obwohl Klaus Kuchling sofort von Sardinien heimeilte und für das Requiem möglichst viele Madrigalschor-Mitglieder aus dem Urlaub zusammentrommelte, blieb das Gefühl, dass noch ein großer Abschied fehlt.

Der wird am Samstag im Klagenfurter Dom nachgeholt: Da steht mit seinem Kammeroratorium »Elisabeth von Thüringen« das letzte Werk auf dem Programm, das der Zwölftöner und Josef-Hauer-Schüler geschrieben hat. »Es ist genial instrumentiert, klingt nie schräg, sondern immer sehr klar«, so Kuchling, der auch 2010 bei der Uraufführung zum 300-Jahr-Jubiläum der Klagenfurter Elisabethinen am Pult stand.

Und der die Werke seines Vorgängers als Madrigalchor-Chef in den kommenden Jahren vermehrt aufführen will: »Unter anderem gibt es im Volksliedbereich viele unterveröffentlichte Sätze, die viel Witz haben«, macht Kuchling Gusto auf mehr.

MARIANNE FISCHER