Madrigalchor Klagenfurt

Mendelssohn trifft Bernstein

MENDELSSOHN TRIFFT BERNSTEIN 21./23. APRIL 2007 Dom zu Klagenfurt

AUSFÜHRENDE

Solisten Ursula Fiedler – Sopran/Sopran 1 Waltraud Hoffmann-Mucher – Alt/Sopran 2 Daniel Johannsen – Tenor Gerd Kenda – Bass Moritz Grüninger – Knabensolo Martina Schnabl – Knabensolo Agnes Schnabl – Knabensolo Chöre Juventus Musica Einstudierung – Karin Krassnitzer Kärntner Madrigalchor Klagenfurt Orchester Academia Ars Musicae Konzertmeister – Brian Finlayson Orgel Andreas Brencic Moderation bei den Schülerkonzerten Herbert Brunner Konzept der Schülerkonzerte Karin Krassnitzer Herbert Brunner Einstudierung der Kindersolisten Petra Schnabl-Kuglitsch Dirigent Klaus Kuchling

PROGRAMM

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) Lobgesang Symphonie-Kantate nach Worten der Heiligen Schrift, op. 52 für Soli, Chor, Orchester und Orgel Leonard Bernstein (1918-1990) Chichester Psalms In three movements for mixed choir, solo and orchestra to be sung in hebrew
Mendelssohn trifft Bernstein Juli 2007 SCHÜLERZEITUNG DES BRG VIKTRING Schülerstimmen: Wochenende in der Schule!!! Anstrengend, aber der Aufwand hat sich gelohnt: auf der Bühne zu stehen und Menschen begeistern zu können ist ein fantastisches Gefühl! N. F. Es war ein großartiges Gefühl, auf der Bühne zu stehen und das zu präsentieren, wofür wir so hart gearbeitet haben! Das war die ganze Arbeit wert, trotz Stress mit diversen Lehrern! Ich würde keine Minute zögern, wieder bei so etwas mitzuwirken! S. M. …Musik in ihrer reinsten und ergreifendsten Form… D. S. Proben auf der Chorwoche: »Wie werden wir das schaffen?« Proben im Dom: »Jetzt stehen wir hier schon drei Stunden! Wann sind wir endlich fertig? Was mache ich, wenn ich während der Aufführung von der Bank falle?« Aufführung: »…ein unglaubliches Gefühl!« T. R. … das Gefühl während des Auftritts und die Begeisterung des Publikums war einfach unbeschreiblich! Ich hoffe, dass wir ein Projekt dieser Art nächstes Jahr wiederholen! K. W. Proben auf der Chorwoche: Interesse am Rande der Skepsis. Die Proben  mit dem Madrigalchor machen erstmals Hoffnung. Die Orchesterproben ließen Begeisterung entstehen. Das Konzert war gelebte Musik! F. V. Bei den ersten Proben dachte ich oft: und das sollen wir singen? Doch nach und nach wurde es immer realistischer. Ganz so einfach war es nicht, denn bis zu vier Proben in einer Woche und Wochenendproben waren sehr mühsam! Wer will schon einen Sonntagnachmittag in der Schule verbringen?!  Es war unvorstellbar anstrengend! Doch unsere Bemühungen wurden belohnt! Ein großartiges Erlebnis, bei dem es sich auszahlte, dabei zu sein! Ch. T. … Als wir dann zur Aufführung Aufstellung nahmen und ich als Erste hinausschreiten sollte, wurde ich von dem Applaus der Menschenmenge vorangetrieben. Der Beifall war einfach atemberaubend und es war eine unglaubliche, wenn auch anstrengende und einmalige Erfahrung, für die ich sehr dankbar bin. M. K. Anstrengende Proben von zwei Werken zweier glorreicher Künstler und ein Schlusskonzert an das ich mich ewig erinnern werde! Ich bin froh, dabei gewesen zu sein! G. J. Ein unglaubliches Gefühl, bei solch einem Werk nicht dabei zu sein, sondern nur zuhören zu dürfen! Ich assoziiere dieses Werk mit Sessel wegräumen und Nummern herunter kratzen … P. R.
Mendelssohn trifft Bernstein 27. April 2007 WOCHE KLAGENFURT Die Offenheit gegenüber anderen Stilrichtungen zeichnet den Madrigalchor Klagenfurt seit jeher aus. Klagenfurt. Einer der bekanntesten Chöre Klagenfurts ist der Madrigalchor, der 1948 von Günther Mittergradnegger gegründet wurde und seitdem ein fester Bestandteil im Kärntner Musikleben ist. Schon unter Gründungschorleiter und Komponist Mittergradnegger, in weiterer Folge aber auch unter der Leitung von Prof. Nikolaus Fheodoroff suchte der Chor stets die »Begegnung« – mit verschiedensten Stilrichtungen, anderen Kulturen, anderen Chören und anderen Kunstrichtungen. »Das Repertoire des Chores reicht vom gregorianischen Choral bis hin zur zeitgenössischen Literatur«, erzählt Sängerin Christa Monsberger. Die Offenheit gegenüber anderen Stilrichtungen kennzeichnet auch die Zusammenarbeit mit dem derzeitigen künstlerischen Leiter des Madrigalchores, Klaus Kuchling, der seit Herbst 1998 die Zügel in der Hand hält und in kürzester Zeit musikalische Akzente setzte. Zwei Highlights waren die Aufführung der Missa Solemnis von Ludwig van Beethoven im Konzerthaus gemeinsam mit dem Domchor und der Dommusik Klagenfurt im Jahr 2003 sowie das Großprojekt »Die Schöpfung« von Joseph Haydn, aufgeführt mit dem Schülerchor Juventus Musica Viktring im Klagenfurter Dom 2006. Das größte Projekt des heurigen Jahres, »Mendelssohn trifft Bernstein«, wurde ebenfalls gemeinsam mit Juventus Musica im Mai aufgeführt. »Die Arbeit mit und für Jugendliche ist in den letzten Jahren ein besonderes Anliegen geworden«, so Monsberger. Das nächste A-Capella-Konzert des Madrigalchores findet am 30. Juni in Hart bei Graz statt. Das Programm umfasst Madrigale, unter anderem von Orlando di Lasso, John Dowland, Hans Leo Hassler, Lieder von Johannes Brahms, Felix Mendelssohn-Bartholdy sowie zahlreiche Kärntner Lieder. Auch Tonträger hat der Madrigalchor schon aufgenommen. Unter Chorleiter Kuchling entstand die CD »Schnitt 2002«, u. a. mit Werken von Anton Bruckner, Francis Poulenc und John Rutter. Sandra Glanzer
Mendelssohn trifft Bernstein 29. April 2007 KLEINE ZEITUNG Himmlischer Lobgesang Am Sonntag wurde man im Klagenfurter Dom regelrecht in höhere Sphären gehoben. Mendelssohns »Lobgesang« und Bernsteins »Chichester Psalms« wurden durch den Kärntner Madrigalchor, unterstützt vom Schulchor Juventus Musica des Musikgymnasiums Viktring, durch das Orchester Academia Ars Musicae und den Gesangssolisten unter der hervorragenden Gesamtleitung von Klaus Kuchling zu einem unvergleichlichen Musikerlebnis. Dank an alle Mitwirkenden. Gerda Petersmann, Weitensfeld (Leserbrief)
Mendelssohn trifft Bernstein 23. April 2007 KLEINE ZEITUNG Enthusiastische Klänge Mendelssohn traf Bernstein im Dom Die Begegnung ist in der Konzertszene nicht ungewöhnlich. Arrangiert hat das Treffen diesmal der Madrigalchor, der sich mit Juventus Musica, dem Schulchor des Gymnasiums Viktring (Leitung: Karin Kraßnitzer) verstärkte und verjüngte. Das nötige Orchester bildete die Academia Ars Musicae (Brian Finlayson). Zusammen- und angeführt hat den beachtlichen Klangkörper vom Pult aus Klaus Kuchling. Er bestätigte Robert Schumanns Urteil über Felix Mendelssohn-Bartholdys »Lobgesang« (Sinfonie Nr 2): »Enthusiastisch wirkt das Ganze.« Von den pastosen Klangflächen über tänzerisch-heitere und choralstrenge Passagen des rein instrumental gehaltenen Satzes, bis hinein in die dramaturgische Struktur, welche Chor und Solisten (Ursula Fiedler, Daniel Johannsen und Waltraud  Hoffmann-Mucher) apart ausloteten. Bernsteins »Chichester Psalms« sind längst ein Welterfolg. In Aktion tritt ein kleines Instrumentalensemble, verstärkt durch Perkussionisten zur Begleitung und rhythmischen Akzentuierung des Gesangs. Tragende Kraft des Geschehens ist der Chor. Zart das Knabensolo (Moritz Grüninger), als ob der junge David sänge. Da flogen dem jungen Mann die Herzen zu. Doch nach dem verhalten und geheimnisvoll ausklingenden Konzert wurden auch alle anderen Akteure mit Jubel bedacht. W. Rainer
Mendelssohn trifft Bernstein 21. April 2007 KRONEN ZEITUNG »Mendelssohn trifft Bernstein« im Dom Gespräche mit Gott Um mit Gott zu reden, ist kein Handy nötig. Was wir uns schon gedacht hatten, wird im Klagenfurter Dom handfest formuliert: In Schulaufführungen wird ein Teil des Projekts »Mendelssohn trifft Bernstein« didaktisch nicht ungeschickt und musikalisch sehr gut präsentiert. Das Unternehmen gibt´s auch ganz, und ohne Handy-Kommentar. Nämlich heute um 15 und morgen um 20 Uhr: Da wird dann das Konzert mit Mendelssohn-Bartholdys Sinfonie-Kantate »Lobgesang« eröffnet. Den hat man den Schülern »erspart«. Dafür wird Bernsteins Biografie auch via Einspielungen aufbereitet, die wie das Mikro von Sprecher Herbert Brunner allerdings unangenehm hallig sind. Und die Didaktik reißt die »Chichester Psalms« reichlich auf; es spricht für die Musiker, dass das Werk auch im zerflatterten Zustand noch Eindruck hinterlässt. Brian Finlaysons »Academia Ars Musicae« ist gut wie stets, schafft die Übergänge von Explosionen der Verzweiflung zum Singen der Hoffnung ganz wunderbar. Junge (Juventus Musica) und reife (Madrigalchor) Stimmen mischen sich bestens, das Solistenquartett ist in Ordnung, das Knabensolo (Moritz Grüninger) mit geheimnisvollem Schlagwerk und behutsamer Harfe geradezu überirdisch schön. Und Dirigent Klaus Kuchling kann seine theatralische Ader voll ausleben - was will man mehr? Frieda Stank
Mendelssohn trifft Bernstein 23. April 2007 KÄRNTNER TAGESZEITUNG Eine gelungene Fusion Nach der »Schöpfung« im Vorjahr erklingen heuer divergierende Musikschöpfungen: Mendelssohn und Bernstein – im Dom. Sie prolongieren ihre erfolgreiche Zusammenarbeit: der Madrigalchor, der Chor Juventus Musicae des BRG Viktring sowie die Academia Ars Musicae – mit Mendelssohns hochromantischem »Lobgesang« und Bernsteins unkonventionellen »Chichester Psalms«. Klare junge Stimmen Auch diesmal wird die Jugend eingebunden: Aufführungen für Schulklassen vermitteln Bernsteins individuelle Tonsprache. Herbert Brunner schlüpft dabei in die Rolle des Komponisten – mitsamt rockigen Hörbeispielen!  Bezaubernd tönen die erstaunlich treffsicheren, klaren Stimmen der alternativ agierenden 10- bis 12jährigen Sänger Martina und Agnes Schnabl sowie Moritz Grüninger durch den wuchtigen Raum; hörbar ergriffene jugendliche Zuhörer sparen nicht mit Ovationen! Sowohl prägnante Rhythmik als auch komplexe Harmonik von Bernsteins Werk liegen bei Dirigent Klaus Kuchling in besten Händen. Souverän führt er die Chöre mit dem Orchester zusammen. Fetziger Sound ohne puristische Tabus reißt auch die abendlichen Zuhörer von den unbequemen Kirchenbänken. Mendelssohns »Lobgesang« vermittelt mit schwelgerischem Klang einen völlig konträren musikalischen Zugang zur Verherrlichung des Schöpfers. Ein gelungener Beweis dafür, dass Engagement und Begeisterung auch in provinziellem Rahmen zu hochstehenden künstlerischen Leistungen führen können. Bernd Bayer
Mendelssohn trifft Bernstein 19. April 2007 KÄRNTNER TAGESZEITUNG Wach auf, Psalter und Harfe »Mendelssohn trifft Bernstein« nennt der Kärntner Madrigalchor sein neues Projekt, das vom 21. bis 23. April im Dom zu hören ist

. Ermutigt vom Erfolg der »Schöpfung« im Vorjahr, wagt sich der Chor an Legendäres: Zu Mendelssohns »Lobgesang« gesellt sich die Aufführung von Leonard Bernsteins »Chichester Psalms«. In Klagenfurt werden das nicht nur »Konzerte«: Herbert Brunner hat ein Konzept für Schulkonzerte (»Rock Your Soul«) verfasst und wird sie moderieren. Mit vereinigten Kräften von Madrigalchor, Juventus Musica, den Solisten und dem Orchester »Academia Ars Musicae« (Gesamtleitung Klaus Kuchling) finden die Konzerte am 21. und 23. April um 20 Uhr und am 22. um 15 Uhr statt.
Mendelssohn trifft Bernstein März 2007 DIE BRÜCKE Lobgesang auf Bernstein Alttestamentarische Psalmenvertonungen im Klagenfurter Dom – Schülerprogramm inklusive Nicht weit entfernt von der Bahnhofstraße dient(e) der Dom zu Klagenfurt auch heuer als musikalisches Stadt.Labor. Ursprünglich war da die Idee, nach der gelungenen Aufführung von Haydns »Schöpfung« im Vorjahr mit dem Oratorium »Paulus« von Felix Mendelssohn-Bartholdy das Begonnene fortzusetzen. Mendelssohns »Elias«? Nein, der wird sowieso oft gespielt. Was also? »Lobgesang«, das dritte größere Chor/Orchesterwerk des deutschen Komponisten! Wie geschaffen für den Madrigalchor. Aber welches zweite Stück dazu? »Lobgesang«, eigentlich Mendelssohns 2. Symphonie, enthält Psalmtexte aus dem Alten Testament. Psalmen als Motto für ein ganzes Konzert? Ja, aber ein unterschiedliches Stück muss her! Leonard Bernsteins »Chichester Psalms«! Wenn ein Veranstalter ein solches Programm erstellt, denkt er meist nicht an Geburtstage, Sterbetage oder sonstige Jubiläen. Umso schöner mit dem Domorganisten und Leiter des Madrigalchores im Gespräch entdecken zu können, dass die Chichester Psalms vor genau 30 Jahren im Zuge einer vierwöchigen Österreich/Deutschland-Tournee beim Carinthischen Sommer aufgeführt worden waren. Und zwar von keinem Geringeren als dem Komponisten selbst. Warum die Autorin des Artikels das so genau weiß? Weil sie, damals Schülerin und Mitglied des Wiener Jeunesse-Chores, dabei war und mitgesungen hat. Auch die bis heute gültige Einspielung des Werkes mit Bernstein als Dirigenten erfolgte im Rahmen dieser Tournee. Aber wieder zurück in die Gegenwart und zu Klaus Kuchling: Ein absoluter Erfolg im Vorjahr war die Einbindung des Chores des Musikgymnasiums Viktring, »Juventus Musica« unter der Leitung von Karin Krassnitzer sowie vier eigene Aufführungen für Schulklassen ganz Kärntens als speziell aufbereitetes Gesprächskonzert mit Moderator. Mit dem heurigen Programm soll alles wieder so ablaufen. Die Kulturverantwortlichen von Stadt und Land haben eine Unterstützung von ca. 50 Prozent der Gesamtkosten zugesagt. Mehrere Schulen arbeiten in den BE-Klassen, in Musik und Religion sowie verwandten Fächern auf das Thema Psalmenvertonungen hin. Es wird wieder eine Begleitausstellung geben und jede Menge Musik! Nur Moderator und Solisten haben sich geändert. Und nicht zu vergessen: Es wird wieder vier Schülerkonzerte geben. Allerdings ohne Mendelssohns »Lobgesang«. »Rock my soul« heißt das Motto und das hätte Lenny Bernstein sicher gefallen. Wer Bernstein selbst erlebt hat, war gefangen von seiner großen Offenheit zu Menschen jeden Alters und jeder Herkunft. Junge Menschen liebte er über alles, kannte keine Barrieren. Auf Konzerttourneen wie 1977 in Kärnten mit durchwegs jungen, musikbegeisterten Sängern vergass er nicht selten jegliche Maestro-Allüre, setzte sich zu den Teenagern und plauderte mit ihnen, zumal Bernstein ganz gut Deutsch verstand. Gelebte jüdische Gemeinschaft, ausgedehnt auf alle, die es hören wollen. Auf dass der Text vom Schluss der Chichester Psalms seine Gültigkeit habe! Ilse Schneider