Presse

Lange Nacht der Chöre 2017

Am 24. Mai nahm der Madrigalchor an der ersten Langen Nacht der Chöre 2017 des Kärntner Sängerbunds teil. Wir waren begeistert, dass so viele an diesem Abend in Klagenfurt auf den Beinen waren, um eine breite Palette an Chormusik zu hören. Der Madrigalchor hat, unter der Leitung von Klaus Kuchling, zusammen mit Michi Erian am Saxophon und Melissa Dermastia an der Orgel eine Messe von James Whitbourn zur Aufführung gebracht. Anschließend gaben wir im Wappensaal unter der Leitung von Melissa Dermastia mit Brahms und Bernstein einen Vorgeschmack auf unser Programm In Liebe. Wir hoffen, wir sehen viele Zuhörer bei unseren nächsten Konzerten wieder.

IN LIEBE 2017

Chorkonzert des Kärntner Madrigalchors
Klaus Kuchling, Melissa Dermastia – Leitung
Ferdinand Bambico, Doris Gastinger – Klavier
Dienstag 27. Juni 2017, 20 Uhr
Pörtschach a.W., Congress Center Wörthersee

Sagen wir es gleich frei heraus: Wir haben uns ein wenig verliebt. Nicht nur in das charmante Dirigat von Melissa Dermastia, die an der Seite von Klaus Kuchling ihr Debüt mit dem Kärntner Madrigalchor geben wird. Nein, vor allem in das Programm. Aus der Vielfalt an Liedern und Chorstücken, die sich um das Thema Liebe ranken, ist hier eine besonders reizende Auswahl gelungen.

Neben einem Madrigal von William Byrd und zugleich schlichten und doch raffinierten Chorliedern von Johannes Brahms dürfen Kärntner Liebeslieder natürlich nicht fehlen. Denn was spricht mehr zum Herzen als der vertraute Klang und Dialekt? Ein Programm zum Thema Liebe wäre aber nicht komplett ohne etwas Tänzerisches: Lateinamerikanische Rhythmen und Broadway-Sound kommen in Bernsteins Westside Story in der Bearbeitung für Klavier und gemischten Chor zur Geltung.

Doch zuvor gilt es, die vielleicht schönste Blume in unserem musikalischen Bouquet zu entdecken: die Liebeslieder-Walzer von Johannes Brahms. Denn Brahms war nicht nur voll Bewunderung für Johann Strauss, er verstand es auch selbst hervorragend, Walzer mit Verve, Liebreiz und unbestreitbar Wiener Flair zu schreiben. Aber vielleicht war es ja auch die Sommerfrische, die ihn inspiriert hat? Mit Pörtschach haben wir auch einen wunderbaren Ort für dieses romantisch frühsommerliche Programm gefunden.

WEIHNACHTSORATORIUM 2016

J. S. Bach, BWV 248, Kantaten 4-6

Donnerstag, 15. Dezember 2016 | 19:30 Uhr
Konzerthaus Klagenfurt

Ausführende

  • Kärntner Madrigalchor Klagenfurt
  • Bach Collegium Carinthia auf historischen Instrumenten
  • Dirigent: Klaus Kuchling

EVENSONG September 2016

Konzert für Chor und Orgel

Freitag, 16. September 2016 | 20:30 Uhr | Dom zu Klagenfurt
im Rahmen der Langen Nacht der kurzen Musik
des Stadttheaters Klagenfurt

Eintritt frei

Programm

  • Edward C. Bairstow (1874–1946): Blessed City, heavenly Salem
  • James Whitbourn (*1963): Alleluja jubilate
  • Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847): aus Sechs Orgelsonaten op. 65:
    Sonate Nr. IV, B-Dur, 1. Satz – Allegro con brio
  • Ben Parry (*1965): Now let us sing
  • Benjamin Britten (1913–1976): Te Deum in C für Mezzosopran, Chor und Orgel
  • Louis Vierne (1870-1937): aus Symphonie Nr. 2, op. 20: 3. Satz – Scherzo
  • Charles Villiers Stanford (1852–1924): Magnificat und Nunc dimittis aus Morning and Evening Service in A, op. 12
  • Henry Balfour Gardiner (1877–1950): Evening Hymn

Ausführende

  • Francka Šenk – Sopran
  • Johannes Zeinler – an der MARIENORGEL
  • Kärntner Madrigalchor Klagenfurt
    Leitung: Klaus Kuchling

Im Anschluss an das Konzert fand eine Orgelführung zur neuen MARIENORGEL durch Domorganist und Chorleiter Klaus Kuchling statt.

EVENSONG Juni 2016

Konzert für Chor und Orgel

Mittwoch, 15. Juni 2016 | 20 Uhr

Dom zu Klagenfurt

 

Programm

  • Edward C. Bairstow (1874–1946): Blessed City, heavenly Salem
  • James Whitbourn (*1963): Alleluja jubilate
  • Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847): Präludium und Fuge G-Dur aus Drei Präludien und Fugen op. 37
  • Ben Parry (*1965): Now let us sing
  • Benjamin Britten (1913–1976): Te Deum in C für Mezzosopran, Chor und Orgel
  • Sigfrid Karg-Elert (1877–1933): Saluto Angelico aus Cathedral Windows op. 106
  • Charles Villiers Stanford (1852–1924): Magnificat und Nunc dimittis aus Morning and Evening Service in A, op. 12
  • Henry Balfour Gardiner (1877–1950): Evening Hymn

Ausführende

  • Francka Šenk – Mezzosopran
  • Peter Planyavsky – an der MARIENORGEL
  • Kärntner Madrigalchor Klagenfurt
    Leitung: Klaus Kuchling

 

PASSIONSKONZERT 2016

Der Madrigalchor brachte eine Auswahl wunderbarer Chorwerke zur Karwoche zur Aufführung – u.a. von G. Palestrina, J.S. Bach, A. Bruckner und zeitgenössischen Komponisten wie O. Gjeilo.

Der MGV Almrose Radenthein brachte den Dom mit großteils alpenländischen Liedern zum Klingen.

Freitag, 11. März 2016
20 Uhr
Dom zu Klagenfurt

Sonntag, 13. März 2016
18 Uhr
Stiftskirche Millstatt

Kleine Zeitung vom 13. März 2016

Stimmungsvolles Passionskonzert in der Domkirche
Applaus für Madrigalchor und MGV Almrose.

Innig, ja schwebend erklang zum Finale – von Madrigalchor Klagenfurt und dem MGV Almrose Radenthein gemeinsam gesungen – das wunderbare „Ave verum corpus“, ein Geniestreich von Mozart. Und mit dem herrlichen „Abendlied“ von Josef Gabriel Rheinberger endete das überaus stimmungsvolle Passionskonzert im Dom zu Klagenfurt.

Der gut einstudierte Madrigalchor wusste mit einem reichhaltigen Programm zu beeindrucken. Diesmal wurde unter der Leitung der stellvertretenden Chorleiterin Christina Kleinfercher intonationssicher und mit vielen Schattierungen gesunden. Die Literatur erstreckte sich von Alter Musik wie Palestrina („O crux ave“) über Bach („O Haupt voll Blut und Wunden“), Bruckner („Christus factus est“) bis zu einem zeitgenössischen, faszinierenden Klanggemälde „Drop, Drop Slow Tears“ vom 31-jährigen Graham Ross. Auch als Quartett konnte man mit „If Ye Love Me“ von Thomas Tallis faszinieren.

Als Gastchor hatte man sich den Männergesangsverein Almrose aus Radenthein eingeladen, welche unter der Leitung von Benjamin Buchacher kraftvoll und reich an Nuancen überwiegend den Part der Volksweisen abdeckte. Da erlebte man etwa das „Glabatscher Wegkreuzlied“ vom ehemaligen Chorleiter Andreas Moser oder „Möchtn viel Zachalan rinnan“ von Reinhard Kühr, aber auch „Der Tag hat sich geneigt“ von Günter Antesberger. Viel Applaus in der gut besuchten Kirche! (HC)

A CEREMONY OF CAROLS

Samstag, 12. Dezember 2015 – 17 Uhr
Dom zu Klagenfurt

AUSFÜHRENDE
Harfe – Ulrike Mattanovich
Kärntner Madrigalchor Klagenfurt
Leitung – Klaus Kuchling und Christina Kleinfercher

PROGRAMM
Benjamin Britten – A Ceremony of Carols op. 28

für Frauenchor, Solostimmen und Harfe

Geistliche Chormusik & Kärntner Weihnacht

Eintritt freiwillige Spenden zugunsten von »Kärntner in Not«, eine Aktion der Kleinen Zeitung.

TOTENTANZ


Samstag, 14. November 2015 – 19 h

Dom zu Maria Saal
Sonntag, 15. November 2015 – 19 h
Pfarrkirche Spittal an der Drau

AUSFÜHRENDE
Kärntner Madrigachor Klagenfurt
Leitung: Klaus Kuchling

Anna Hein – Choreographie &Tanz
Michael Erian – Saxophon
Dietmar Pickl – Der Tod
Maximilian Achatz – Rezitation
Sarah Rebecca Kühl – Rezitation
Robert Rasch – Violoncello
Karl Stuppnik – Kontrabass
Gernot Kacetl – Orgelpositiv
Stefan Schweiger – Licht und Technik

PROGRAMM
Heinrich Schütz 
(1585-1672)  Fünf Motetten aus »Geistliche Chormusik 1648«
Also hat Gott die Welt geliebt – SWV 380
Unser keiner lebet ihm selber – SWV 374
So fahr ich hin zu Jesu Christ – SWV 379
Selig sind die Toten – SWV 391
Die mit Tränen säen – SWV 378

Hugo Distler (1908-1942) – Totentanz op.12
Chorsprüche nach Angelus Silesius, Dialoge von Johannes Klöcking
Laß alles, was du hast, auf daß du alles nehmst!
Mensch, die Figur der Welt vergehet mit der Zeit.
Wann du willst gradeswegs ins ew´ge Leben gehn.
O Sünder, wann du wohl bedächtst das kurze Nun.
Dein bester Freund, dein Leib, der ist dein ärgster Feind.
Der reiche dieser Welt, was hat er für Gewinn.
Freund, streiten ist nicht g`nug, du mußt auch überwinden.
Die Welt ist deine See, der Schiffmann Gottes Geist.
Das überlichte Licht schaut man in diesem Leben nicht anders.
Freund, wer in jener Welt will lauter Rosen brechen.
Auf, auf, der Bräut`gam kömmt!
Mensch, wenn die auf der Welt zu lang wird Weil und Zeit.
Die Seele, welche hier noch kleiner ist als klein.
Die Seele, weil sie ist geborn zur Ewigkeit.

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Schönheit, Zuversicht und ein Tanz mit dem Tod

1648, in demselben Jahr als Heinrich Schütz seine Geistliche Chormusik veröffentlicht, endet der Dreißigjährige Krieg. Kämpfe, Plünderungen, Hunger und Seuchen haben einen großen Teil der Bevölkerung hinweggerafft. Der Tod ist in dieser Zeit allgegenwärtig. Doch wenn Heinrich Schütz sich in seiner Msuik mit dem Sterben auseinandersetzt. dann klingt nur selten die Klage durch. Im Gegenteil, jene Versen aus Luthers Bibelübersetzung, die Schütz vertont, künden von der festen Überzeugung, dass der Tod seinen Schrecken verloren habe. Seine Kunst stellt der Komponist ganz in den Dienst dieser Botschaft. Im Wechselspiel zwischen den Stimmen wird der Text musikalisch variiert und dabei immer wieder neu ausgedeutet. An den theologisch wichtigsten Stellen – jenen, die uns ein Leben nach dem Tod versichern – geht die kunstvolle Mehrstimmigkeit über in eine gemeinsame Klangrede: Diese Musik will nicht bloß gefallen, sie will überzeugen.

Hugo Distler nimmt in seinem Totentanz diese besondere Art, den Text musikalisch auszudeuten, auf und überträgt sie ins 20. Jahrhundert. Die vierzehn Chorstücke sind kurz und konzentriert. Distler wählt jeweils nur zwei oder vier Verse des Barockdichters Angelus Silesius. Das Spektrum der musikalischen Mittel aber reicht vom Choral bis hin zu einer rhytmisch anspruchsvollen Mehrstimmigkeit. Dem Chor verlangt Distler dabei sehr fein differenzierte Klangfarben ab. Zwischen den Chorstücken stehen Dialoge, die von Distlers Zeitgenossen Johannes Klöcking verfasst wurden. Die Inspiration für den Text und auch für Distlers Musik war der Lübecker Totentanz. Diese Gemälde aus dem 15. Jahrhundert waren in der Marienkirche zu Lübeck zu sehen und als eine der bedeutendsten Totentanzdarstellungen berühmt. 1942 wurden sie bei einem Luftangriff vollständig zerstört. Es ist dasselbe Jahr, in dem Hugo Distler seinem Leben selbst ein Ende setzte.

Fotos vom Konzert in Spittal @ Josef Hermann
Bildrechte Beitragsfoto Totentanz @ HSH/Kopfsalat Kreativteam


Totentanz: Gnadenlehrer von Graden
16. November 2015
DER STANDARD

Ein Programm geistlicher Chormusik im Dom von Maria Saal

Maria Saal – Klaus Kuchling hat für den von ihm geleiteten Klagenfurter Madrigalchor unter dem Titel »Totentanz« ein Programm zusammengestellt, das, zur Stimmung besser passend als gewünscht, am Tag nach den Pariser Anschlägen im Dom von Maria Saal präsentiert wurde. In fünf schwebenden Motetten seiner Geistlichen Chormusik von 1648 richtet Heinrich Schütz im ersten Konzertteil seinen Blick über den Tod hinaus auf die Erlösung. Souverän generiert der Chor die Klangschönheit der nuancierten Partitur, wobei er von Gernot Kacetl am Orgelpositiv allerdings auch wie auf Wolken gebettet wird.

Nicht minder beeindruckend der zweite Teil mit den hauchfeinen Tongeweben aus Hugo Distlers Totentanz op.12/2. Trotz der Tonalität wirkt die 1934 uraufgeführte Komposition in der Originalität ihrer Vielstimmigkeit fast avantgardistisch. Zu den 14 Vertonungen von Zitaten aus dem Cherubinischen Wandersmann des Angelus Silesius sind Dialoge zwischen Mensch und Tod eingefügt, die auf den 1942 im Krieg zerstörten Lübecker Totentanz zurückgehen. Dietmar Pickl, Maximilian Achatz und Sarah Rebecca Kühl deklamieren sie weihevoll. Eine Neuzutat sind Tanzeinlagen Anna Heins von improvisationsnaher Leichtigkeit.

Ein Einwand doch: Lang nachdenken über die Programmierung darf man nicht, sonst wird es verwirrend. Denn da ist einerseits Schütz, der sich ganz an Luthers Gnadenlehre und Bibelübersetzung hält, andererseits der zum Katholizismus konvertierte Angelus Silesius, der Luther als »Luzifer« titulierte. Und da ist der anerkannte Neuerer der evangelischen Kirchenmusik Distler (1908-1942), der sich ausgerechnet Silesius-Zitate und als eingestreute Dialoge eine vom Lübecker Heimatkundler Johannes Klöcking stammende Barock-Attrappe aussucht, in der sich alles um gute Werke dreht. Wenn man sich diese Mischkulanz gut ökumenisch zu erklären versucht, bleibt noch immer die Frage, wo die von Distler und Klöcking so eingeforderten guten Werke in ihren Verhältnissen zum Nationalsozialismus geblieben waren.
Michael Cerha


Spiel mir das Lied vom Tod
16. November 2015
KLEINE ZEITUNG

Madrigalchor bat zu modernisiertem Totentanz in den Dom zu Maria Saal

Der Kärntner Madrigalchor sowie ein Ensemble bestehend aus den Schauspielern und Musikern hätten im Vorfeld ihrer Probentätigkeit wohl nicht im Entferntesten daran gedacht, welche traurige Aktualität ihre Darbietung in sich bergen würde. Dass das Genre des mittelalterlichen Totentanzes mit der Düsternis der grauen Novemberabende korreliert, schon eher.

Zu Beginn kam man in den Genuss von fünf Motetten aus der »Geitlichen Chormusik« von Heinrich Schütz. Die Musik dieses frühen Barockmeisters erfuhr in den sakralen Gemäuern eine ambitionierte Deutung. Klaus Kuchling führte »seinen« Chor in gewohnt souveräner Manier, über den einen oder anderen kleinlauten Einsatz hörte er gnädig hinweg.

Im Mittelpunkt des Abends stand Hugo Distlers »Totentanz«, dessen besonderer Reiz das Spiel mit organumähnlichen Parallelbewegungen im Gegensatz zu mit Spannungstönen versehenen Harmonien des 20. Jahrhunderts ausmacht. Die anspruchsvollen Chorsätze wurden mit großem Enthusiasmus vorgetragen, den schwierigen akustischen Gegebenheiten begegnete der Chor mit hoher Konzentration.

Zwischen den einzelnen Stücken rezitierte Maximilian Achatz aus Texten von Distlers Zeitgenossen Johannes Klöcking; Dietmar Pickl fügte sich in der Figur des Todes in das Geschehen.

Diesen Zwischenspielen setzten Michael Erian am Saxofon sowie die Ausdruckstänzerin Anna Hein echte Sahnehäubchen auf: In beeindruckender Manier zelebrierten die beiden ein Zusammenspiel, das von präzisem aufeinander Hören geprägt war! Anna Hein bestach mit harmonischer und äußerst synchroner Bewegung. Michael Erian entlockte seinen Instrumenten eine breite Palette unterschiedlichster Töne und Geräusche: vom fernen Sphärenklang bis zum melancholischen Blues.

Stefan Schweigers licht- und tontechnische Unterstützung tauchte die Performance in ein würdiges Ambiente. Das Konzert wurde gestern Abend in Spittal/Drau wiederholt.
Bernhard Bayer


Aus der Dunkelheit in das Licht
15. November 2015
KRONEN ZEITUNG

Kärntner Madrigalchor Klagenfurt bündelt kreative Kräfte für den »Totentanz«

Freitagabend liegt der Kirchenraum des Maria Saaler Doms im Halbdunkel: Unter dem lieblichen Marienaltar mit seinen lachenden Engeln hat sich der Madrigalchor aufgefädelt. Die letzte Probe, die letzten Anweisungen von Klaus Kuchling, bevor der Tod in der Kirche singt, tanzt, spricht und nimmt.

Es ist ein ambitioniertes Projekt, mit dem der Organist und Chorleite Motetten aus »Geistliche Chormusik 1648« von Heinrich Schütz mit Hugo Distlers »Totentanz« verzahnt und so die Statik herkömmlicher Chorkonzerte aufbricht und bereichert: mit der grandios-narrativen Tanzkunst Anna Heins, die im ästhetischen Dialog mit Michael Erians kontemplativer Saxofon-Stimme mit dem Kapuzenmann um das Leben ringt.

Fantastisch das Aufwerfen und Stocken, Straucheln und sich fügen in das Unausweichliche der grazilen, international renommierten Tänzerin und Choreografin aus Spittal, das Dietmar Pickl als Raum und Geist füllender Tod mit Wucht und Würde personifiziert. Maximilian Achatz und Sarah Rebecca Kühl (Theater WalTzwerk) schenken dem menschlichen Hader um die eigene Sterblichkeit quer durch Geschlecht und Rang ihre eindringlichen Sprechstimmen. Vollmundig, glänzend und getragen von tiefer sakraler Andacht, die Schütz den Sängern in den Mund legt, meistert der große Chor auch schwierige Stellen ohne nennenswerte Probleme und bettet Trauer und Hoffnung, Todesfurcht und Gotteslob in ausdrucksstarke, feinnervige Sangeskunst.
Irina Lino


Totentanz

Gedanken zur Aufführung des Staunens von Inge Schnabl, Konzertbesucherin

Es war nicht irgendeine Aufführung, es war etwas Einzigartiges. Losgelöst vom Alltagsgetriebe, hineingenommen in ein Sein, das uns selten, wenn überhaupt, bewusst wird und von dem ich sagen kann, es war etwas, das die Seele zutiefst berührt hat. Wohl deshalb dieses Brührtsein, um mit Angelus Silesius zu erkennen: Die Seele, weil sie geborn zur Ewigkeit.

Es ist mir schwer gefallen, den heiligen Raum zu verlsaaen, die heilige Stille, das heilige Licht, die heilge Dunkelheit, den heiligen Frieden, das heilige Erbarmen.

Vielleicht war es ein Augenblick des Erfassens der unendlichen Ewigkeit.

Prof. Kuchling und seinem Madrigalchor – vielen Dank!

 

HERBSTKONZERT

Samstag, 17. Oktober 2015 – 20 h
Grenzlandheim Bleiburg

Im Rahmen der Konzertreihe zum 150-jährigen Bestandsjubiläum des Gesangsvereines Bleiburg ist der Kärntner Madrigalchor Klagenfurt mit einem herbstlich bunten a cappella Programm zu Gast in Bleiburg.

Dieses Herbstkonzert führt im musikalischen Sinne durch Zeit und Raum. Werke aus verschiedenen Jahrhunderten und mehreren Kontinenten sorgen für spannende Abwechslung.

Von Alter Musik bis zur Filmmusik, vom Süden bis in den hohen Norden reicht diese musikalische Reise.

Der Madrigalchor, bekannt dafür, gemeinsam  mit hochkarätigen Instrumentalisten zu musizieren ist dieses Mal überwiegend ohne instrumentale Begleitung unterwegs. Einzige Ausnahme bildet das »Instrumentalstück für Chor« von Peter Planyavsky, das für so manche überraschende Wendung sorgt.

Mit diesem bunten Liederreigen – in dem auch Kärntnerisches nicht zu kurz kommen wird – gratuliert der Kärntner Madrigalchor Klagenfurt dem Gemischten Chor Bleiburg zum Jubiläum.

 

SOMMERKONZERT

A CAPPELLA KONZERT
Samstag, 20. Juni 2015 um 19.30 h

Nockstadl Ebene Reichenau

AUSFÜHRENDE
Kärntner Madrigalchor Klagenfurt
Leitung Klaus Kuchling und Christina Kleinfercher

A cappella Chormusik, die uns von Kärnten aus nach Slowenien, Frankreich, England, Schweden und noch viel weiter in die Welt hinausführt.
Naturbetrachtungen, Liebesgeschichten, Heiteres, Deftiges und Besinnliches stehen auf dem Themenfahrplan.  Lassen Sie sich verführen und folgen Sie unseren Klangspuren. Wir versprechen Ihnen einen Konzertabend, der duftet wie ein Strauss bunter Sommerblumen.

A cappella Konzert Ebene Reichenau MCH_7773 MCH_7777 MCH_7807 MCH_7814 MCH_7821 MCH_7827 MCH_7833 MCH_7872 MCH_7875 MCH_7933